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Jack News statt Fake News

Jack News statt Fake News 

Jack News statt Fake News | JACKY F. Bio-JackfruitAls Leser:in einzuschätzen, ob eine Nachricht tatsächlich der Wahrheit entspricht, ist besonders in uns unbekannten Themenbereichen überaus schwierig. Dass etwa die reißerischen Titel der Klatschblätter oder digitalen Gesundheitsblogs mit Vorsicht zu genießen sind, haben viele inzwischen begriffen. Dass aber selbst renommierte Zeitungen daran scheitern, wahrheitsgetreue Fakten aufzutreiben, merkt man erst, wenn es die Thematik betrifft, in der man selbst Expert:in ist. Plötzlich erkennt man, dass sich um die Jackfruit mindestens so viele Fake News tummeln, wie Donald Trump in seiner Amtszeit twitterte.

 

Fake News stinken, aber nicht die Jackfruit

Ist man selbst Expert:in in einem Themengebiet, erkennt man die bis zum Himmel stinkenden Fake News sofort. Laien hingegen rümpfen noch drei Meter vor unserem Messestand die Nase und schreien: „Ih, das ist ja die Stinkfrucht!“. Denn genau das lesen sie doch ständig über diese zwielichtige Jackfruit. Dass Jackfruit nicht stinkt und mit der Durian weder verwandt noch verschwägert ist, entgegnen wir fast schon reflexartig. Zu oft hat sich genau diese Situation bereits abgespielt. Aber eins geben wir gerne zu: Ist die Jackfruit überreif, beginnt sie tatsächlich langsam streng zu riechen. Aber haben Sie schon mal an einer überreifen, gärenden Pflaume gerochen? Richtig, die stinkt auch. Wäre diese dann noch 42 Kilo schwer, müsste man sie wohl auch Stinkfrucht nennen.

Größte Baumfrucht der Welt? Jein!

Apropos 42 Kilo. Fake News und Fakt zugleich. Es stimmt durchaus, dass die Jackfruit die größte Baumfrucht der Welt ist. Und es ist nun mal ein grandioser Aufhänger, um die Jackfruit zu bewerben: „Haben Sie schon mal die größte Baumfrucht der Welt gegessen?“. Spricht man dabei jedoch über die Jackfruit als herzhafte Fleischalternative, ist es schlichtweg gelogen. Dafür muss die Jackfruit nämlich in junger Reife geerntet werden, bevor sie ihren Fruchtzucker ausgebildet hat. Dann bringt sie gerade mal Gewicht und Größe eines Neugeborenen auf die Waage. Das Weltrekordgewicht von 42 Kilo erreicht die Jackfruit erst, wenn sie komplett ausgereift ist und sich im Inneren das gelbe, süße Fruchtfleisch gebildet hat.

Jack - Schmeck dir deine Meinung - JACKY F.

Wenn’s sogar die augenscheinlichen Expert:innen falsch machen...

Selbst einige Jackfruit Anbieter:innen oder Discounter haben nicht verstanden, dass zwischen junger und reifer Jackfruit ein Unterschied wie Tag und Nacht liegt. Diese drucken fröhlich die imposante reife Jackfruit auf Verpackung und Reklame für die Fleischalternative, die mit dem Inhalt genau gar nichts zu tun hat. Da schlägt der Fake News Radar sofort aus. Fast gesprengt wird er beim Nährstoffdurcheinander, was durch die fehlende Differenzierung des Reifegrades entstanden ist. Besonders die fragwürdigen Gesundheitsportale im Internet werfen nur so mit den Nährwert- und Mineralstoffangaben um sich, die sie wahrscheinlich wiederum selbst bloß ergoogelt haben. Seriöse Quellen? Fehlanzeige. Fake News? Mit Sicherheit. Eins können wir aber mit Gewissheit sagen: Eine Proteinquelle ist die Jackfruit nicht - weder jung noch reif. Sollten Sie Gegenteiliges lesen, meldet sich hoffentlich nun auch ihr Fake News Radar.

Das Hähnchen, das auf den Bäumen wächst

Nahtlos müssen wir das nächste Missverständnis lüften: Jackfruit direkt aus der Dose schmeckt nicht wie das gestreichelte Hähnchenfilet vom Bauern nebenan. Denn solange wir kein im Labor gezüchtetes Fleisch kaufen können, wird es keinen Ersatz geben, der 1:1 wie Fleisch schmeckt. Vor allem dann nicht, wenn die Zutatenliste noch auf eine Seite passen soll. Es tut uns leid, dass wir diese Illusion zerstören müssen, aber eine unreife Baumfrucht, die in Salzlake und Limettensaft eingekocht wird, schmeckt eben nicht automatisch nach Fleisch, sondern eher wie eine milde Artischocke. Was die Jackfruit aber mitbringt, ist eine fleischähnliche Textur, die an Hähnchen oder Thunfisch erinnert. Trickst man dann mit einigen Gewürzen, Raucharomen oder Soßen, trifft fleischige Konsistenz auf fleischigen Geschmack. Dieses Zusammenspiel schafft es dann sogar, echte Fleischesser:innen zu überlisten. True Story, wir haben’s selbst erlebt – versprochen!

Jackfruit ist keine Avocado, kein Quinoa, kein Fleisch!

Die Jackfruit ist eben keine fleischige Doppelgängerin – sagt auch die Ökobilanz. Denn auch wenn viele Artikel die tropische Frucht als „die nächste Avocado“ „mit mieser Ökobilanz“ brandmarken, steckt darin nur ein Bruchteil Wahres. Klar, die Jackfruit ist nicht regional. Sie legt eine weite Strecke hinter sich. Doch die 15.000 Liter Wasserverbrauch, benötigte Ressourcen, Flächen und den CO2 Ausstoß von einem Kilo Fleisch knackt sie bei Weitem nicht. Auch die 1.000 Liter Wasser, die für ein Kilo Avocado drauf gehen, braucht die Jackfruit nicht. Denn es sind keine hochgezüchteten, sondern jahrzehntealte Bäume, die sehr resistent und wassersparsam sind. Kombiniert mit einer nachhaltigen Lieferkette, ist die Ökobilanz auf den Tonnenkilometer sogar besser als die des LKW-Transports. Und keine Sorge, wir essen in Sri Lanka niemandem etwas weg. Denn tatsächlich verderben etwa ein Drittel aller Jackfruits am Baum ohne geerntet zu werden. Was im Überfluss vorhanden ist, kann auch exportiert werden. Statt wertvolle Ressourcen zu verschwenden, fördern wir lieber den internationalen Ökolandbau auf Augenhöhe!

Übrigens: Schon mal die Ökobilanz von den täglichen drei Tassen Kaffee, der Banane zum Frühstück, dem Pfeffer im Mittagessen und dem Riegel Schokolade am Abend hinterfragt? Diese Lebensmittel sind für uns alltäglich geworden. Ein ökologisches Anzweifeln findet dort meist nicht mehr statt. Aber die böse Jackfruit ist plötzlich der Klimakiller? 

Braunes gehört nicht in den Bundestag, aber auch nicht auf den Teller

Gaulandfruit - JACKY F. Fake News über JackfruitAchtung, Achtung: Junge Jackfruit ist nicht von Natur aus braun! Auch wenn einige Jackfruit Produkte am Markt diesen Anschein erwecken. Frisch und unverarbeitet ist die Frucht innen hell, eher weiß. Ist sie zu lange an der Luft, oxidiert sie und läuft braun an. Wird sie in der Verarbeitung jedoch zügig in natürliche Lake gelegt, behält sie ihre helle Farbe bei. Sehr weiße, ausgeblichene Fruchtstücke weisen hingegen auf den Einsatz von Zusatzstoffen hin. Doch ist dies nicht nur ein Schönheitsmakel, sondern scheint auch die Qualität des Endproduktes zu beeinflussen. Unserer Meinung nach, gehört braune Jackfruit ebenso wenig auf den Teller wie die AfD in den Bundestag und Donald Trump in ein politisches Amt. Ein gutes Schlusswort.